Die Geschichte der Ureinwohner Australiens und die erste Besiedlung des Landes durch die Engländer können Sie in vielen verschiedenen Museen der Stadt nachvollziehen. Doch das ist nicht das Einzige, was Sydney kulturell zu bieten hat. Ein Besuch des Opera House ist ein Muss für jeden, der nach Sydney reist.
Das Museum liegt am Darling Harbour. Die vielseitige Ausstellung zeigt alles rund ums Meer. Zum Beispiel können Sie hier Kanus von Aboriginis bewundern, Australiens umfassende Surfkultur nachvollziehen oder Sie erhalten einen Einblick in die australische Schifffahrtsgeschichte. Der Eintritt ist kostenlos. Für die Besichtigung eines der alten Schiffe oder U-Boote im Hafen müssen Sie allerdings Eintritt zahlen.
Die Art Gallery of New South Wales ist die größte Kunstausstellung des Landes. Die Galerie beinhaltet Kunstgegenstände der Aboriginis sowie Werke europäischer und asiatischer Künstler. In diesem Museum finden sich auf 5 Stockwerken viele verschiedene Stilrichtungen wieder. Die Ausstellung liegt westlich vom botanischen Garten.
In der William Street direkt am Hyde Park liegt das Australian Museum. Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte, Kultur und Kunst der Australier und deren Ureinwohnern. Der Eintritt ist frei.
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Das Museum of Sydney beschäftigt sich mit der Geschichte und der Entstehung der Stadt. Das Museum liegt an der Ecke Bridge und Philipp Street und ist täglich von 09:30-17:00 geöffnet.
Die Hyde Park Barracks entstanden 1819. Bis 1848 wurden hier Häftlinge aus Europa untergebracht. Heutzutage kann man in dem dort ansässigen Museum die Geschichte der ehemaligen Sträflingskolonien nachvollziehen.
Das Powerhouse Museum liegt am Darling Harbour und zählt zu den größten Museen von Sydney. Das Museum ist für einen Familienausflug geeignet, denn es bietet interaktive Sektionen, die Kinder zum Mitmachen, Anfassen und Ausprobieren animieren sollen. Das Museum ist eine Mischung aus Design, Technik, Mode, Kunst und Kultur.
Das Museum of Contemporary Art ist ein Museum der zeitgenössischen Kunst. Moderne Kunst, Fotographie, Skulpturen, aber auch audiovisuelle Schauspiele werden in der Ausstellung geboten. Das Museum of Contemporaray Art liegt am Circular Quay und beinhaltet Kunstwerke von Künstlern wie Andy Warhol oder Roy Lichtenstein.
Das Sydney Opera House wurde 1973 erbaut. Es enthält fünf Theater und bietet für knapp 6.000 Zuschauer Platz. Das Opera House ist das Wahrzeichen Sydneys und wohl eins der berühmtesten Gebäude Australiens. Internationale Künstler wie Andrea Bocelli und Nana Mouskouri sind hier schon aufgetreten.
Im State Theatre werden Theaterstücke jeglicher Art aufgeführt. Das Theater liegt mitten im CBD zwischen Pitt und George Street. Das architektonische Meisterwerk ist allein schon wegen des Erscheinungsbilds einen Besuch wert. Das Art-Deco Design des Theaters lädt zum Träumen ein.
Das Bangarra Dance Theatre spiegelt in den dort stattfindenden Theateraufführungen das regionale Leben und die traditionsreiche Kultur der Aborigines wider. Die traditionellen Tänze der Aborigines faszinieren das Publikum.
Die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, kamen erstmals vor rund 40.000 Jahre ins Land. Zu der Zeit lebten dort 4.000-8.000 Leute, die unterschiedlichen Stämmen angehörten. Beweise der frühen Ansiedlung geben die alten Felsmalereien der Aborigines, die noch heute zu bewundern sind.
Der britische Seefahrer James Cook kam erstmals 1770 ins Land und entdeckte Botany Bay. Botany Bay liegt rund 10 Kilometer vom heutigen Stadtzentrum entfernt. 18 Jahre später ankerte der Kapitän Arthur Phillip mit seinem First Fleet an den Hafen der Botany Bay. Arthur Phillip nutzte die Gegend als Strafkolonie, rund 800 Sträflinge aus England besiedelten das Gebiet. Nachdem am 26.01.1788 auch ein französisches Schiff die Bontany Bay erreicht hat, beschlossen die englischen Häftlinge, Seeleute und Soldaten ihre Kolonie an die Sydney Cove zu verlegen. Dieser Tag wird noch heute als Australia Day gefeiert. Für die Ureinwohner Australiens hatten die ersten englischen Siedlungen schreckliche Folgen. Kaum ein Aborigine überlebte die unbekannten Krankheiten, die die neuen Siedler mitbrachten. Die überlebenden Aborigines mussten sich der englischen Kolonie unterwerfen.
1793 kamen die ersten freien Siedler ins Land. Doch erst 1810, unter der Führung des Gouverneurs Lachlan Macquarie, wurden die ersten Weichen für eine Stadtgründung gelegt. Seitdem entwickelte sich die Strafkolonie langsam aber sicher zu einer Stadt. In den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Vororte. Immer mehr Einwanderer aus Großbritannien und Irland kamen nach Australien, um dort zu leben. 1851 wurde westlich von Sydney in Barthurst erstmals Gold entdeckt. Der Goldrausch ließ die Einwohnerzahl von Sydney und deren Umgebung steigen und die Stadt wurde endgültig Dreh-und Angelpunkt für das wirtschaftliche, kulturelle und industrielle Leben in Australien.
Anfang des 20. Jahrhundert, 1901 wurde Australien offiziell im britischen Commonwealth aufgenommen. Anfang der 20er Jahre hat die Bevölkerungszahl der Stadt die Millionengrenze erreicht. Durch die Folgen der Weltwirtschaftskrise hatte 1931 ein Drittel der Bevölkerung keine Arbeit mehr. Doch schon wenige Monate später entspannt sich die wirtschaftliche Situation und 1932 wurde die weltberühmte Sydney Harbour Brigde erbaut. Die Stadt war kaum von den Folgen des 2. Weltkriegs betroffen, sodass nach dem Krieg ein Immigrantenstrom nach Sydney begann. Sydney dehnte sich immer weiter aus.
Seit den 50er Jahren ziehen immer mehr Menschen aus asiatischen Ländern in die Stadt. Diese unterschiedlichen Immigrationshintergründe machen Sydney so multikulturell. In den 70er und 80er Jahren führte ein wirtschaftlicher Aufschwung zum Bau von zahlreichen Hochhäusern im CBD. Außerdem wurde 1973 das Sydney Opera House eröffnet. Vor 15 Jahren wurden über 200 Häuser durch die Folgen eines Buschfeuers zerstört. Im Jahr 2000 war Sydney Austragungsstätte der Olympischen Sommerspiele. 2001/2002 wütete wiederum ein riesiges Buschfeuer. Dieses zerstörte große Teile des Royal National Parks und weite Gebiete der Blue Mountains.
Zurzeit leben rund 4 Millionen Menschen in Sydney und Umgebung. Sydney ist damit die größte Stadt Australiens. Rund ein Drittel der Bewohner stammt nicht aus Australien. Die Einwanderer kommen aus den unterschiedlichsten Ländern, zum Beispiel aus China, Korea, Griechenland und England. Die größte Religionsgemeinschaft bildet das Christentum.